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Leben und Lernen an der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel heißt, die unterschiedlichsten Menschen zu integrieren, ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern und Leistung zu fordern. Durch Toleranz, verantwortungsvollen Umgang miteinander, soziales Engagement und Freude am Lernen sollen sich selbstständige, teamfähige und konfliktfähige Persönlichkeiten entwickeln können.

In der integrierten Gesamtschule Bonn- Beuel arbeiten und lernen ca. 1400 Schüler*innen gemeinsam mit 130 Lehrkräften, einer Schulpsychologin, zwei sozialpädagogischen Fachkräften, etlichen Schulbegleiter*innen sowie weiteren Mitarbeiter*innen in Verwaltung und Mensa zusammen. Für das Wirken der Schule ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erziehungsberechtigten und Schule von wesentlicher Bedeutung. Die Eltern bereichern mit ihrer Lebenserfahrung und beruflichen Kompetenz die inhaltliche Entwicklung und beeinflussen durch offene Kommunikation das Klima der Schule positiv. Viele Eltern engagieren sich in der Organisation und Gestaltung der Schule. Im Sinne einer aktiven Teilnahme an institutionellen Gremien werden die Schüler*innen in besonderer Weise an die Mitwirkung im Schulleben herangeführt und leisten eigenständige Beteiligung an den Entscheidungsprozessen. Der SV-Vorstand steht in kontinuierlichem Gedankenaustausch mit der Schulleitung. Zahlreiche Mitglieder des engagierten Kollegiums halten Vorträge auf Kongressen und Symposien, publizieren fachwissenschaftliche Beiträge, stellen Ergebnisse der Unterrichtsarbeit ins Internet ein oder leiten regionale und überregionale Fortbildungsveranstaltungen. 2 Hausmeister, Haustechniker und zwei Verwaltungskräfte im Sekretariat tragen durch hohes Engagement zum reibungslosen Ablauf des Schulgeschehens bei und sorgen dafür, dass die Vorhaben der Schule im Rahmen von Unterricht, Projekten oder Sonderveranstaltungen möglich gemacht werden können. Bei ihren zahlreichen Modell- und Projektvorhaben wird die Schule immer wieder durch eine Reihe von außerschulischen Partnern unterstützt. Dazu gehören die Eaton, Robert Bosch Stiftung, die Hagen- Stiftung und die Bertelsmann- Stiftung ebenso wie die Organisationen „Aktion Mensch„, UK, „barrierefrei kommunizieren„, „Gemeinsam Leben- Gemeinsam Lernen„ und die Universitäten zu Köln, Siegen und Bonn. Im Jahr 2008 war die Schule Preisträgerin des Deutschen Schulpreises und arbeitet seitdem mit anderen Preisträgerschulen eng zusammen. Die Auszeichnung „Gute gesunde Schule„ wurde ihr in den vergangenen Jahren mehrfach zugesprochen. Das Schulgebäude wird wegen seiner Attraktivität und der verkehrsgünstigen Lage oft für Lehrerfortbildungsveranstaltungen sowie allgemeine Tagungen und Kongresse genutzt.

Demokratische Schule
Die Struktur der IGS Bonn- Beuel ist so angelegt, dass Entscheidungen möglichst im breiten Konsens getroffen werden. Das oberste Beschlussgremium ist die Schulkonferenz, in der 11 Schüler*innen, 11 Lehrer*innen sowie 11 Eltern neben dem Schulleiter mitarbeiten. Der auf 4 Jahre gewählte Lehrerrat arbeitet im Co-Management mit der Schulleitung zusammen. An den Schulleitungssitzungen nimmt ein Lehrerratsmitglied regelmäßig teil. Auch in der Einstellungskommission arbeiten Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern und Schulleitung mit.

Schulentwicklung
Die IGS Bonn- Beuel legt hohen Wert darauf, ihre Entwicklungsthemen durch systematisches Herangehen zu identifizieren. Das Feedbacksystem der Schule besteht aus den drei Säulen Schülerfeedback, Schulbarometer und Vorgesetztenbeurteilung. Schülerfeedback: Jede Lehrkraft ist einmal pro Jahr und Kurs verpflichtet, eine Befragung zum eigenen Unterricht durchzuführen und diese mit den Schüler*innen auszuwerten. Schulbarometer: In der Steuergruppe sind Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Lehrerrat und Schulleitung vertreten. Hier wird das Schulbarometer vorbereitet und durchgeführt. Die Onlinebefragung geht alle zwei Jahre an alle Mitglieder der Schulgemeinde. Am Ende werden die 10 wichtigsten Schulentwicklungsbereiche für die nächsten zwei Jahre identifiziert und deren Umsetzung organisiert. Vorgesetztenbeurteilung: Alle drei Jahre bekommen zwei Mitglieder der Schulleitung vom Kollegium eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit. Die Befragung wird vom Lehrerrat vorbereitet und durchgeführt. Auf einer Lehrerversammlung findet die Aussprache der betreffenden Schulleitungsmitglieder mit dem Kollegium statt. 3 Mit ihren Kommunikationsstrukturen sorgt die Schule für hohe Transparenz, ermöglicht allen Beteiligten eine Mitgestaltung sämtlicher Lern- und Erziehungsprozesse und fördert die Entwicklung einer „Corporate Identity„. Die Schule antwortet auf die aktuellen Herausforderungen an eine moderne Schule mit der Entwicklung und Fortschreibung eines Schulprogramms, in dem verschiedene Bausteine unter der Leitidee „Inklusion„ zusammengefügt sind. Zukunftswerkstatt In den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 stand eine Zukunftswerkstatt im Mittelpunkt der Schulentwicklung. In einer zweitägigen Zukunftskonferenz fanden ca. 80 Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit für die nächsten Jahre. Auf der Grundlage dieser Vorbereitung bearbeiteten 10 Projektgruppen in der Regie einer Projektsteuergruppe ihre Projektideen zu den Bereichen: Inklusion- Veränderte Schülerschaft- Vielfältige Angebote. Herausragender Schritt der Unterrichtsentwicklung ist die Einrichtung von „Freien und Gebundenen Lernzeiten- FLIGS„. Beginnend mit den Jahrgängen 5 bis 7 ab 2017-18 werden sich die Schüler*innen in 7 Stunden pro Woche ihre Fächer, Räume und Lehrerinnen und Lehrer weitgehend selber aussuchen. Grundlage ihrer Arbeit werden Arbeitspläne und Arbeitsmodule sein. Diese neuen Entwicklungsschritte wurden in den Schulgremien beschlossen und ihre Umsetzung wird in einem Schulbarometer evaluiert.

Unterrichtsorganisation
Die Integrierte Gesamtschule Bonn- Beuel wird in der Sekundarstufe I sechszügig organisiert. 17 von 36 Klassen sind als Klassen im Gemeinsamen Lernen organisiert. Die Schülerzahl liegt zwischen 25 und 28. In den Jahrgangsstufen 5- 7 arbeiten alle Schüle*rinnen in allen Fächern im Klassenverband. Einzige Ausnahme ist der Wahlpflichtbereich. Die Wahlpflichtfächer ab der Klasse 6 und der Bereich „Individuelle Begabungsförderung„ (IBF) ab der Klasse 8 ermöglichen individuelle Schwerpunktbildungen in den Bereichen Fremdsprachen (Französisch, Latein, Spanisch), Naturwissenschaften, Arbeitslehre, Psychologie, Informatik, Sport oder in künstlerischen Fächern. Je nach individuellem Lern- und Leistungsvermögen werden die Schüler*innen ab Klasse 7 dem Grund- oder Erweiterungsniveau (G- und E- Kursen) zugeordnet: in Mathematik (ab 7), Englisch (ab 7), Deutsch (ab 9) und Chemie oder Physik (ab 9). Die Klassen im Gemeinsamen Unterricht mit Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf arbeiten auch in den Jahrgängen 8- 10 in diesen Kursen im Klassenverband. Die übrigen Klassen arbeiten hier in äußerlich differenzierten Kursen:

Der Unterricht in den übrigen Fächern wird im Klassenverband erteilt. In einer Klasse, die in der Sekundarstufe I sechs Jahre von einer Klassenlehrerin und einem Klassenlehrer (Tutoren) gemeinsam geleitet wird, arbeiten möglichst wenige Lehrkräfte. So bilden sich in den verschiedenen Jahrgängen kleine Bezugsgruppen und übersichtliche Strukturen. Ein umfassendes Beratungs- und Förderkonzept sichert die Gestaltung einer individuellen Schülerlaufbahn, die mit Förderschulabschluss, Hauptschulabschluss, Mittlerem Abschluss, Mittlerem Abschluss mit Qualifikation, Fachhochschulreife oder Abitur beendet werden kann. Das Abitur kann, je nach Leistungsvermögen und individueller Entscheidung nach 12 oder 13 Jahren erreicht werden. Die fachspezifischen Lernziele werden durchgängig durch fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben, thematisch festgelegte Projekte und Schulfahrten ergänzt. Die Schüler*innen lernen, ihr eigenes Lern- und Arbeitsverhalten zu reflektieren und werden mit Methoden selbstständigen Lernens bekannt gemacht. Ziel ist der Erwerb einer umfassenden Kompetenz für lebenslanges Lernen; dazu gehören Teamarbeit, Informationsbeschaffung und -verarbeitung, Kommunikation, Strategien der Prüfungsvorbereitung, Zeitmanagement und Präsentationstechniken.

Gemeinsamer Unterricht
Das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen wird an der Schule seit 1985 praktiziert. Im Hinblick auf dieses Erfahrungspotential gilt die Schule bundesweit als führend. Zurzeit lernen mehr als 90 Schüler*innen mit verschiedenen Förderbedarfen im gemeinsamen Unterricht der Sekundarstufe I und der gymnasialen Oberstufe mit den übrigen Kindern und Jugendlichen zusammen. Zielgleiches und zieldifferentes Fördern und Fordern geschieht gemeinsam in der Lerngruppe. Der gemeinsame Unterricht schafft - wissenschaftlich belegt - günstige Bedingungen für die positive sozial-emotionale Entwicklung aller Schüler*innen und fördert ein Klima der Rücksichtnahme im Schulleben und trägt zu guten schulischen Leistungen aller bei.

Soziales Lernen
Beginnend mit dem Projekt „Soziales Lernen„ in der Jahrgangsstufe 5 setzt die Schule auch in den weiteren Schuljahren besondere Schwerpunkte in diesem Bereich. Der bis zur Jahrgangsstufe 7 in Kleingruppen durchgeführte fachunabhängige Ausgleichsunterricht (FUA) unterstützt die individuelle Förderung des Sozialverhaltens. Weitere wichtige Elemente des sozialen Lernens sind zahlreiche auf Teamarbeit ausgelegte Unterrichtsbausteine und Projektzeiten. Darüber hinaus gehört die Pflege demokratischer Kultur im 5 Klassen- und Stufenverband sowie in der Schülervertretung zum Programm der Schule.

Gesunde und bewegte Schule
Gesundheit hat an der IGS Bonn- Beuel einen besonders hohen Stellenwert. Aufbauend auf dem in der Jahrgangsstufe 5 erteilten Unterrichtsfach „Gesundheitserziehung„ schließen sich zahlreiche Projekte und Unterrichtsvorhaben an. Schwerpunkte sind hier die Suchtprävention, der fitnessorientierte Sportunterricht, die Erste-Hilfe-Ausbildung für alle Schüler*innen sowie die Verkehrserziehung. Im Gesundheitszirkel koordiniert ein Arbeitskreis besondere Vorhaben zur Schulgesundheit. In der Teilkonferenz „Mensa„ arbeiten Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte mit dem Mensapächter und dem Schulträger zusammen, um eine ausgewogene und gesunde Ernährung sicher zu stellen. Die Schule wurde mehrfach ausgezeichnet als „Gute gesunde Schule„ und als „Bewegte Schule„. Sowohl im Unterricht als auch in den Pausen wird Raum für Bewegung geschaffen. Im sehr weitläufigen Schulgelände stehen neben den immer zugänglichen Sportanlagen etliche Fitness- und Spielgeräte zur Verfügung. Besonders in der Arbeitsgemeinschaft Rollstuhlbasketball wird das gemeinsame Spielen aller Schüler*innen gefördert.

Fahrten
Wichtiger Bestandteil des Schulprogramms sind Klassen- und Kursfahrten. Neben etlichen wählbaren Seminarfahrten sind folgende Fahrten für alle Schüler*innen obligatorisch:

Junge Menschen in Europa – Lernen für die „Eine Welt„
Das gegenseitige Kennenlernen junger Menschen in Europa geschieht im Zusammenhang mit Schulpartnerschaften in Budapest (H), Shanghai und Fuzhou (CN), Combs-la-Ville (F), Guadeloupe (F) und Warschau (PL). Regelmäßiger Schüleraustausch, gemeinsame Arbeit im Rahmen von EU-Projekten und Betriebspraktika im Ausland gehören zu dieser Arbeit. Patenschaften für eine Schule in Contorno (Petropolis/Brasilien) und andere Unterstützungsprojekte in Asien und Afrika ergänzen diese Form der Bildungsarbeit.

Allgemeine und berufliche Bildung
Die Verbindung von allgemeiner und beruflicher Bildung wird durch praktisches Lernen in verschiedenen Lernfeldern (Arbeitslehre, fächerübergreifende Projekte), Betriebserkundungen (Jg. 8), Kompetenzcheck (8. Jg.), Betriebspraktika in den Jahrgangsstufen 9 und 11 sowie durch Bewerbungstrainings in der Schule verfolgt. Die Schule arbeitet im Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss„.

Medienerziehung
Mehr als 200 vernetzte Rechner sind zum Teil zentral in vier Räumen untergebracht, das Schulgelände ist mit Funknetz ausgestattet. Mobil einsetzbare Laptops und Tablet- PCs können in den Klassenräumen genutzt werden. In den Bereichen Kunst, NW und Geographie sowie einigen Klassenräumen werden interaktive Tafeln eingesetzt. Das Arbeiten mit diesen Medien wird nach dem Mediencurriculum der Schule systematisch vorbereitet. Die Unterrichtsmaterialien sind auf einer schuleigenen Lernplattform zugänglich.

Umwelterziehung
Im Umweltbereich legt die Schule großen Wert auf ihr „Öko-Audit„; dazu gehören u.a. die ökologisch orientierte Gestaltung des Schulgeländes mit Schulgarten samt Tieren und mehreren Biotopen, die Kontrolle des Energieverbrauchs, Solarkraftwerk und eine Schülerfirma zur Produktion von „Bio-Kresse„.

Kultur-Arbeit
Das Schulleben zeigt zahlreiche prämierte Beispiele für erfolgreiche Arbeit auf diesem Gebiet. Dazu gehören z.B. Theater- und Musicalprojekte ab Klasse 5, ergänzende Kursangebote im Bereich „Darstellen und Gestalten„ sowie Kunst in den Jahrgängen 9 und 10 und Literaturkurse in den Jahrgängen 12 und 13. Die Fächer Kunst und Musik werden bei großem Interesse aus der Schülerschaft bis zur Jahrgangsstufe 13 angeboten. Big Band, Band und Kammerorchester der Schule tragen mit zahlreichen jährlichen Auftritten in besonderer Weise zum Kulturleben der Schule und des Stadtteils bei. Bei Filmfestival, Gesangswettbewerb oder Schulkonzert trainieren die Jugendlichen Auftritte vor großem Publikum.

MINT- Schule
Die IGS Bonn-Beuel wurde 2014 als MINT-Schule zertifiziert und ist somit Teil des Netzwerkes „MINT-Schule NRW„. Dies ist eine Auszeichnung für die besondere Förderung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die IGS Bonn-Beuel fördert in hohem Maße Schüler*innen aller Leistungsniveaus beim Erlernen mathematisch-naturwissenschaftlicher Inhalte und öffnet ihren Blick für Ausbildungen und Studiengänge im MINT-Bereich. Dies beinhaltet ausdrücklich auch den Bereich des „Gemeinsamen Lernens„, z.B. erlernen unter dem Stichwort „barrierefrei Kommunizieren„ auch Kinder mit besonderem Förderbedarf den Umgang mit modernen Kommunikations-technologien. Die IGS hat ein breit gefächertes Angebot an MINT-Arbeitsgemeinschaften und -Kursen in der Sekundarstufe I und bietet Leistungskurse in den MINT-Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik in der Sekundarstufe II an.
7 Projektorientierte, fachübergreifende und experimentell ausgerichtete Konzepte fördern naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten. Schüler*innen beteiligen sich an Wettbewerben und nutzen außerschulische Kontakte zu Firmen und Einrichtungen, um auch dort zu lernen.

Kinder aus geflüchteten Familien
Seit dem Schuljahr 2015-16 lernen etliche Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien an der IGS Bonn- Beuel. Sie arbeiten von Anfang an in den regulären Klassen mit. Deutschkenntnisse werden parallel in speziellen Kursen systematisch erworben. Auf diese Weise wird eine schnelle Integration gefördert.

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