Aufbau und Struktur

Das Leitbild mit dem Motto „In Gemeinschaft Stark“ ist Ausrichtung für alle Mitglieder der Schulgemeinde der IGS Bonn-Beuel. In der integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel arbeiten und lernen ca. 1400 Schüler*innen gemeinsam mit 130 Lehrkräften, einer Schulpsychologin, sozialpädagogischen Fachkräften, etlichen Schulbegleiter*innen sowie weiteren Mitarbeiter*innen in Verwaltung und Mensa zusammen.

Für das Wirken der Schule ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erziehungsberechtigten und Schule von wesentlicher Bedeutung. Die Eltern bereichern mit ihrer Lebenserfahrung und beruflichen Kompetenz die inhaltliche Entwicklung und beeinflussen durch offene Kommunikation das Klima der Schule positiv. Viele Eltern engagieren sich in der Organisation und Gestaltung der Schule.

Im Sinne einer aktiven Teilnahme an institutionellen Gremien werden die Schüler*innen in besonderer Weise an die Mitwirkung im Schulleben herangeführt und leisten eigenständige Beteiligung an den Entscheidungsprozessen. Der Vorstand der Schülervertretung steht in kontinuierlichem Austausch mit der Schulleitung.

Zahlreiche Mitglieder des engagierten Kollegiums halten Vorträge auf Kongressen und Symposien, publizieren fachwissenschaftliche Beiträge, stellen Ergebnisse der Unterrichtsarbeit ins Internet ein, leiten regionale und überregionale Fortbildungsveranstaltungen oder sind in der Lehrerausbildung tätig.

Hausmeister, Haustechniker und zwei Verwaltungskräfte im Sekretariat tragen durch hohes Engagement zum reibungslosen Ablauf des Schulgeschehens bei und sorgen dafür, dass die Vorhaben der Schule im Rahmen von Unterricht, Projekten oder Sonderveranstaltungen möglich gemacht werden können.

Bei zahlreichen Modell- und Projektvorhaben wird unsere Schule immer wieder durch eine Reihe von außerschulischen Partnern unterstützt. Dazu gehören die Fa. Eaton, die Robert Bosch Stiftung, die Hagen-Stiftung und die Bertelsmann-Stiftung ebenso wie die Organisationen „Aktion Mensch“, die Unfallkasse des Landes NRW, „barrierefrei kommunizieren“, „Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen“ und die Universitäten zu Köln, Siegen und Bonn. Im Jahr 2008 war die IGS Bonn-Beuel Preisträgerin des Deutschen Schulpreises und arbeitet seitdem mit anderen Preisträgerschulen eng zusammen. Die Auszeichnung „Gute gesunde Schule“ wurde uns mehrfach zugesprochen. Die IGS Bonn-Beuel ist Referenzschule im „Netzwerk Zukunftsschulen NRW“.

Das Schulgebäude wird wegen seiner Attraktivität und der verkehrsgünstigen Lage oft für Lehrerfortbildungsveranstaltungen sowie außerschulische Tagungen und Kongresse genutzt.

1. Ganztagesschule

Die IGS Bonn-Beuel ist eine Ganztagsschule. Mit Ausnahme von Dienstag und Freitag findet Unterricht auch am Nachmittag statt. Gemeinsam Leben und Lernen ist uns ein wichtiges Anliegen. Das bedeutet für uns, Zeit des Lernens und Freizeit auch gemeinsam zu erleben.
In der Mensa wird für alle ein reichhaltiges Schulmittagessen bereitgehalten. In der einstündigen Mittagspause stehen den Schüler*innen vielfältige Möglichkeiten zur Entspannung, zum Lernen, Üben, Spielen und zur Bewegung zur Verfügung. Ob im Schülercafé oder in den Klassenräumen als Rückzugsorten, in der Bibliothek als Ruhe- und Lernort, in der Turnhalle oder auf dem großen Schulgelände mit Bewegungsangeboten, Interessen- und Begabungsförderung, die Schüler*innen finden passende Angebote für ihre individuellen Interessen. Viele dieser Angebote werden mit starker Unterstützung von Eltern und externen Partnern realisiert. Die Freizeitkonferenz organisiert diese Angebote. Lehrer*innen und Eltern arbeiten darin mit den Schulsozialpädagog*innen zusammen.
Der Mittwoch ist AG-Tag. Die Schüler*innen der Jahrgänge 5-7 wählen nach ihren Neigungen Arbeitsgemeinschaften aus.

2. Unterrichtsorganisation

Die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel ist in der Sekundarstufe I sechszügig. 17 von 36 Klassen arbeiten als „Klassen im Gemeinsamen Lernen“. Die Schülerzahl liegt zwischen 25 und 29 pro Klasse.
In den Jahrgangsstufen 5-7 arbeiten alle Schüler*innen in allen Fächern im Klassenverband. Einzige Ausnahme ist der Wahlpflichtbereich.
Die Wahlpflichtfächer ab der Klasse 6 bzw. 7 und der Bereich „Individuelle Begabungsförderung“ (IBF) ab der Klasse 8 ermöglichen individuelle Schwerpunktbildungen in den Bereichen Fremdsprachen (Französisch, Latein, Spanisch), Naturwissenschaften, Arbeitslehre, Psychologie, Informatik, Sport oder in künstlerischen Fächern.
Je nach individuellem Lern- und Leistungsvermögen werden die Schüler*innen ab Klasse 7 dem Grund- oder Erweiterungsniveau (G- und E- Kursen) zugeordnet: in Mathematik (ab 7), Englisch (ab 7), Deutsch (ab 9) und Chemie oder Physik (ab 9). Die Klassen im „Gemeinsamen Lernen“ mit Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf arbeiten auch in den Jahrgängen 8-10 in diesen Kursen überwiegend im Klassenverband. Die übrigen Klassen arbeiten hier in äußerlich differenzierten Kursen.

Der Unterricht in den übrigen Fächern wird im Klassenverband erteilt. In einer Klasse, die in der Sekundarstufe I in der Regel sechs Jahre von einer Klassen-lehrerin und einem Klassenlehrer (Tutoren) gemeinsam geleitet wird, arbeiten möglichst wenige Lehrkräfte. So bilden sich in den verschiedenen Jahr¬gängen kleine Bezugsgruppen und übersichtliche Strukturen. Ein umfassendes Beratungs- und Förderkonzept sichert die Gestaltung einer individuellen Schülerlaufbahn, die mit Förderschulabschluss, Hauptschul¬abschluss, Mittlerem Abschluss, Mittlerem Abschluss mit Qualifikation, Fachhochschulreife oder Abitur beendet werden kann. Das Abitur wird nach 13 Jahren erreicht. Bei sehr guten Leistungen ist dies auch nach 12 Jahren möglich.
Die fachspezifischen Lernziele werden durchgängig durch fächerübergrei-fende Unterrichtsvorhaben, thematisch festgelegte Projekte und Schulfahrten ergänzt. Die Schüler*innen lernen, ihr eigenes Lern- und Arbeitsverhalten zu reflektieren und werden mit Methoden selbstständigen Lernens bekannt gemacht. Ziel ist der Erwerb einer umfassenden Kompetenz für lebenslanges Lernen; dazu gehören Teamarbeit, Informationsbeschaffung und -verarbei-tung, Kommunikation, Strategien der Prüfungsvorbereitung, Zeitmanagement und Präsentationstechniken.

3. Demokratische Schule

Die IGS Bonn-Beuel ist eine Schule, in der Demokratie gelebt wird. Ihre Struktur ist so angelegt, dass Entscheidungen möglichst im breiten Konsens getroffen werden. Das oberste Beschlussgremium ist die Schulkonferenz, in der 11 Schüler*innen, 11 Lehrer*innen sowie 11 Eltern gleichberechtigt neben dem Schulleiter mitarbeiten. Der auf 4 Jahre gewählte Lehrerrat arbeitet im Co-Management mit der Schulleitung zusammen. An den Schulleitungssitzungen nimmt ein Lehrerratsmitglied regelmäßig teil. Auch in der Einstellungskommission entscheiden Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern gemeinsam mit der Schulleitung.

Schülervertretung
Die Schülervertretung an der IGS gestaltet seit jeher das Schulleben aktiv und engagiert mit. Durch eine sehr starke Position im Schulalttag ist es ihr möglich, viele Projekte zu entwickeln, umzusetzen und somit Veränderungen anzustoßen. Eine wesentliche Aufgabe der SV ist es, die Meinung aller Schüler*innen in allen Gremien der Schule zu vertreten und somit von Grund auf ein demokratisches Bewusstsein zu vermitteln. Neben dem schulpolitischen Engagement führt die SV den SV-Laden in Eigenverantwortung. Hier können Schüler*innen der IGS kostengünstig Schulmaterial in den Pausen kaufen.
Alljährlich im Herbst findet die SV- Fahrt statt. Hier werden im Zeitraum von vier Tagen demokratische Strukturen samt Debattenkultur eingeübt sowie die aktuellen Themen der SV so aufgearbeitet, dass sie im den Gremien der Schule behandelt werden können. Die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5-7 sind in der YOU-SV(YOUNG-SV) vertreten. Hier stehen die Belange der Jüngeren im Mittelpunkt. Natürlich gehören dazu regelmäßige Partys in der Schule.

Elternmitarbeit an der IGS
Die Eltern der IGS leisten wesentlich mehr als es die gesetzliche Mitwirkung in Klassen- und Schulpflegschaft vorsieht. Die Eltern nehmen ihre Verantwortung aktiv war: Aus der Mitte der Elternschaft werden Elternvertreter in die vielen Entscheidungs- und Arbeitsgremien der Schule entsendet, die sich dort wirksam einbringen können. Sie arbeiten u. a. in Teilkonferenzen, in der Steuergruppe und in der Schulkonferenz aktiv mit. Es zeichnet unsere Schule aus, dass wir die Mitwirkung der Eltern positiv annehmen und sie in alle großen und kleinen Entscheidungen einbeziehen. Auch außerhalb der Schule ist die Schulpflegschaft gut vernetzt, da sie aktiv in der Stadtschulpflegschaft und der Landeselternschaft der integrierten Gesamtschulen NRW mitarbeitet und damit die Interessen der Schule auch außerhalb der Schule vertritt.
In diesem offenen Umfeld leisten die Eltern mit viel persönlichem Einsatz ihren Beitrag zum Gelingen des Schullebens. Sie halten die Schulbibliothek am Leben, sie sind im Förderverein aktiv, sie beraten neue Schüler*innen am Tag der offenen Tür, sie organisieren die Ausgabe von Spielmaterial während der Pause. Für weitere Ideen und weiteres Engagement ist die Schule jederzeit offen.

4. Beratung

Das pädagogische Arbeitskonzept der IGS Bonn-Beuel basiert auf der Erkenntnis und Überzeugung, dass Lernen nur dann voll ausgeschöpft werden kann, wenn psychische und soziale Aspekte miteinbezogen werden.
Ferner gibt es Problemfelder und Fragen, für deren Lösung Schüler*innen Unterstützung benötigen.
Daher sind die Beratungsanlässe, bei welchen das Beratungsteam aktiv wird, vielfältig.Das Spektrum umfasst u.a.:

- themenorientierte persönliche Beratung
- effiziente Vorbereitung auf Prüfungen
- Umgang mit Leistungsdruck und Prüfungsangst
- Lerncoaching/Coaching
- Maßnahmen gegen Mobbing und Cybermobbing
- Orientierung nach Schulabschluss
- Suchtprophylaxe
- Sexualerziehung

Das Beratungsteam besteht aus einer Schulpsychologin, zwei Sozialpädagog*innen und drei Beratungslehrer*innen.
Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen können sich mit ihren Fragen und Problemen an das Team wenden.Die Beratung ist vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.

5. Gender- Schule der Vielfalt

Die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel sieht sich als geschlechtergerechte Schule.
Mädchen und Jungen haben vielfältige Bedürfnisse, Interessen und Begabungen. Ob sie ihre persönlichen Potenziale voll entwickeln können, hängt zum Teil davon ab, ob Geschlechterrollenzuschreibungen Einfluss auf die Schule haben.

Geschlechtergerechte Schulgestaltung bedeutet, die Geschlechterperspektive in allen Bereichen des schulischen Handelns zu berücksichtigen und Rollenzuschreibungen kritisch zu reflektieren.

Die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel achtet im Schulleben unter anderem auf folgende Aspekte:

- Die Klassen bestehen nach Möglichkeit zu gleichem Anteil aus Mädchen und Jungen.
- Tutorenteams setzen sich nach Möglichkeit aus einer Lehrerin und einem Lehrer zusammen und übernehmen gemeinsam die Klassenleitung 5-10.
- Die Klassensprecherteams bestehen aus einer Schülerin und einem Schüler.
- Im Unterricht sollen Meldeketten im Wechsel Mädchen und Jungen berücksichtigt werden.
- Es wird Wert auf einen geschlechtssensiblen Umgang mit Sprache gelegt.
- Es wird darauf geachtet, dass Unterrichtsinhalte gleichermaßen Jungen und Mädchen ansprechen.
- Lehren und Lernen wird durch ein genderorientiertes Beratungsteam begleitet und unterstützt.Am - - Boys und Girls Day nehmen die Klassen 6-10 teil. In Klasse 5 werden klassenübergreifende geschlechterspezifische Workshops angeboten.

6. Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familie

Seit dem Schuljahr 2015-16 lernen etliche Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien an der IGS Bonn-Beuel. Um eine möglichst reibungslose Integration dieser Schüler*innen zu gewährleisten, sind sie vom ersten Tag an einer Regelklasse zugeordnet. Im Regelunterricht erhalten diese Schüler*innen angepasste Aufgaben und werden bei der Bearbeitung durch Mitschüler*innen unterstützt. Grundlegende Deutschkenntnisse erwerben die Schüler*innen in Anfänger- und Fortgeschrittenenkursen, in denen sie in Kleingruppen arbeiten. Zusätzlich werden sie im Unterricht durch außerschulische Partner individuell unterstützt und gefördert.
Mit den Eltern der geflüchteten Kinder finden an der IGS Bonn-Beuel regelmäßige Treffen statt. Hierfür wurde das sogenannte Elterncafé eingerichtet, in dem sich die Eltern untereinander und mit den Tutor*innen treffen. Die Schule unterstützt diese Treffen durch die Bestellung von Dolmetscher*innen, damit eine einfachere Kommunikation zwischen Eltern und Tutor*innen möglich ist. Wenn sich die Schüler*innen gut eingefunden haben, finden weitere allgemeine Treffen nach Bedarf statt.

7. Schulbibliothek

Die Schulbibliothek der IGS Bonn-Beuel ist ein ganz besonderer Ort: Mit mehr als 18.000 Medien bietet sie der Schulgemeinschaft Sachbücher, Fachbücher, Unterhaltungsliteratur, CDs, DVDs und Spiele zur Nutzung in der Bibliothek und zur Ausleihe an. Daneben stehen PCs mit Internetanschluss zur Verfügung.
Die ansprechenden Räumlichkeiten, die sich über drei Etagen erstrecken, bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, im und für den Unterricht zu recherchieren und so ihre Informations- und Medienkompetenz über die Schuljahre hinweg auszubauen. Das Bibliothekscurriculum bietet hier systematische Begleitung. Fachprojekte führen jeweils zum Schuljahresbeginn in die Arbeit mit den Bibliotheksmedien ein. Die schulinternen Curricula der einzelnen Fächer enthalten passende Arbeitshinweise.
Die gymnasiale Oberstufe verfügt in der oberen Etage über ein eigenes Selbstlernzentrum, das zum Lernen und Recherchieren genutzt wird.
In den Pausen ist die Bibliothek ein beliebter Ort zum Entspannen und Lesen.
Den benachbarten Grundschulen sowie einem Verein zur Leseförderung wird ermöglicht, die Schulbibliothek der IGS nutzen.

8. Gemeinsames Lernen

Das Gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen wird an der Schule seit 1985 praktiziert. Im Hinblick auf dieses Erfahrungspotenzial gilt die Schule bundesweit als führend. Zurzeit lernen mehr als 100 Schüler*innen mit verschiedenen Förderbedarfen im gemeinsamen Unterricht der Sekundarstufe I und der gymnasialen Oberstufe mit allen anderen Kindern und Jugendlichen zusammen. Zielgleiches und zieldifferentes Fördern und Fordern geschieht gemeinsam in der Lerngruppe. Das „Gemeinsame Lernen“ schafft günstige Bedingungen für die positive sozial-emotionale Entwicklung aller Schüler*innen und fördert ein Klima der Rücksichtnahme im Schulleben und trägt zu guten schulischen Leistungen aller bei.
In Klassen des Gemeinsamen Lernens arbeiten Schüler*innen mit ausgewiesenem Unterstützungsbedarf und andere Schüler*innen zusammen. Von den sechs Klassen eines Jahrgangs sind in der Regel drei als Klassen im Gemeinsamen Lernen eingerichtet. Die Klassen des Gemeinsamen Lernens sind in der Regel 25, die übrigen 29 Schüler*innen stark. Je zwei Tutor*innen leiten eine solche Klasse. Eine Förderschullehrkraft steht den Tutor*innen beratend zur Seite und arbeitet auch im doppelt besetzten Unterricht.
In den Jahrgängen 5-7 werden etwa zwei Drittel aller Unterrichtsstunden der Klassen im Gemeinsamen Lernen doppelt besetzt. Das Team der hier arbeitenden Kolleg*innen ist möglichst klein und arbeitet über lange Zeit zusammen, so dass eine intensive Beziehung zu den Kindern eine erfolgreiche Schularbeit ermöglicht. Der Unterricht in den Klassen im Gemeinsamen Lernen wird weitgehend binnendifferenziert organisiert.
In den Klassen 8-10 rückt die zukünftige Laufbahn der Schüler*innen mit Förderbedarf stärker in den Fokus. Ein Berufsvorbereitungsteam betreut sie hierbei in Gesprächen, Potenzialanalysen und Praktika.

9. Selbstständiges Lernen

Nach der zweijährigen Zukunftskonferenz der gesamten Schulgemeinde ist insbesondere das selbstständige Lernen in neuer Form entwickelt worden, da das Gremium den Haltungswechsel zum eigenverantwortlichen Lernen als einen Schlüssel zur Umsetzung der individuellen Förderung aller Schüler*innen identifizierte. Nach der Idee der Dalton-Pädagogik sind die freien und gebundenen Lernzeiten der IGS Bonn-Beuel (FLIGS) in den Jahrgängen 5-7 zum Schuljahr 2017/18 eingeführt worden, um die Schülerschaft an Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit heranzuführen und sie darin durchgehend zu stärken. Zur Unterstützung werden der FLIGS-Führerschein und Helfersysteme angeboten.
Die FLIGS-Stunden der Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Gesellschaftslehre werden durch kompetenzorientierte, mindestens zweifach differenzierte Arbeitspläne strukturiert und organisiert. Zudem liegen die LRS-Förderung und Teile des Französischunterrichts (WP) in der FLIGS-Zeit. In sechs Stunden der Woche können die Schüler*innen Fach, Lernort und Lehrkraft wählen. Als Lernorte stehen neben 18 Klassenräumen der „Raum der Stille“ sowie die Bibliothek und der Freizeitbereich, die mit Förderschullehr*innen besetzt sind, zur Verfügung.
Weitere Unterstützung finden die Schüler*innen u.a. durch den Schulplaner, der als zentrales Kommunikations- und Reflexionsmittel der Lehrkräfte untereinander, mit den Lernenden und ihren Eltern geführt wird. Außerdem gibt es wöchentlich eine Planungs- FLIGS- Stunde, in der neben Planung und Reflexion auch Methoden des selbstständigen Lernens trainiert werden.
Die Kooperation mit der Universität Siegen (Prof. Hintz) unterstützte uns in der Anfangszeit u.a. mit der Einführung des aus den USA stammenden pädagogischen Systems „Check in - Check out“, das insbesondere ein Ordnungs- und Unterstützungssystem für Schüler*innen, die ein solches benötigen, darstellt.

10. Soziales Lernen

Beginnend mit dem Projekt „Soziales Lernen“ in der Jahrgangsstufe 5 setzt die Schule auch in den weiteren Schuljahren besondere Schwerpunkte in diesem Bereich. Die IGS fördert programmatisch das soziale Miteinander aller Jugendlichen. Der bis zur Jahrgangsstufe 6 in Kleingruppen durchgeführte fachunabhängige Ausgleichsunterricht (FUA) unterstützt die individuelle Förderung des Sozialverhaltens. Weitere wichtige Elemente des sozialen Lernens sind zahlreiche auf Teamarbeit ausgelegte Unterrichtsbausteine und Projektzeiten. Darüber hinaus gehört die Pflege demokratischer Kultur im Klassen- und Stufenverband sowie in der Schülervertretung zum Programm der Schule.

11. Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage

Seit Juni 2001 ist die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel Teil des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“. Hier stehen neben Rassismus alle Arten von Diskriminierung im Fokus.
Auch damit wird dem demokratischen und antirassistischen Geist Ausdruck verliehen, der die Schule seit ihrer Gründung im Jahre 1978 prägt und der über die Jahrzehnte in vielen Aktionstagen, Veranstaltungen und Projekten zum Ausdruck gekommen ist. In langjähriger Tradition steht die Zusammenarbeit mit der „Beueler Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit“, sowie mit der „Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus“. An den Gedenkveranstaltungen zur Pogromnacht am 9. November 1938 wirkt die Schule regelmäßig mit.
In der Teilkonferenz „Schule ohne Rassismus“ arbeiten vorwiegend Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsam daran, jährlich sichtbare Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen. Was uns gemeinsam wichtig ist, lässt sich auf verschiedene Arten ausdrücken und im Alltag immer wieder erfahren:
alle anders, alle gleich – jedes Kind ist einzigartig – In Gemeinschaft Stark!

12. Sprachen

An der IGS werden fünf Fremdsprachen angeboten. Englisch lernen alle Schüler*innen von Beginn an. Im Bereich Wahlpflichtunterricht kann zum 6. Schuljahr Französisch angewählt werden. Eine weitere Wahlmöglichkeit besteht zum Jahrgang 8. Hier setzen Lateinisch und Spanisch als Fremdsprachen ein. Zur Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe wird der Start in Chinesisch und Spanisch angeboten. Das Fach Spanisch kann also sowohl in der Jahrgangsstufe 8 also auch in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (EF) angewählt werden. In beiden Fällen kann so die Verpflichtung, bis zum Abitur eine 2. Fremdsprache gelernt zu haben, erfüllt werden. Die Schüler*innen können so bis zum Abitur bis zu vier Fremdsprachen erlernen.
Im Französischunterricht werden die Schüler*innen so vorbereitet, dass sie auf Wunsch an den externen Prüfungen DELF A1, A2 und B1/2 teilnehmen können. In Lateinisch können die Schüler*innen am Ende der Qualifizierungsphase 1 das Latinum erhalten. In den Bereichen Arbeitsgemeinschaften (AG) und Individuelle Begabungsförderung (IBF) ist eine Vielzahl von Angebotsmöglichkeiten im sprachlichen Bereich möglich, die jedoch nicht als zweite Fremdsprachen anerkannt werden: Italienisch, Neu-Griechisch, Alt-Griechisch, Viva España, Vive la France, China-AG. Internationale Fahrten und Schüleraustausche in mehreren Jahrgängen unterstützen die Schüler*innen darin, in der Anwendung der Sprachen sicherer zu werden.

13. MINT- Schule

Die IGS Bonn-Beuel wurde 2017 erneut als MINT-Schule zertifiziert und ist somit Teil des Netzwerkes „MINT-Schule NRW“. Dies ist eine Auszeichnung für die besondere Förderung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die IGS Bonn-Beuel fördert in hohem Maße Schüler und insbesondere Schülerinnen aller Leistungsniveaus beim Erlernen mathematisch-naturwissenschaftlicher Inhalte und öffnet ihren Blick für Ausbildungsberufe und Studiengänge im MINT-Bereich. Die IGS Bonn-Beuel stellt sich somit auch in diesem Bereich den Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Dies beinhaltet ausdrücklich auch den Bereich des „Gemeinsamen Lernens“, z.B. erlernen unter dem Stichwort „barrierefrei kommunizieren“ auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf den Umgang mit modernen Kommunikationstechnologien.
Die IGS hat ein breit gefächertes Angebot an MINT-Arbeitsgemeinschaften und -Kursen in der Sekundarstufe I und bietet Leistungskurse in den MINT-Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik in der Sekundarstufe II an.Projektorientierte, fachübergreifende und experimentell ausgerichtete Konzepte fördern naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten. Schüler*innen beteiligen sich an Wettbewerben und nutzen außerschulische Kontakte zu Firmen und Einrichtungen, um auch dort zu lernen. Zahlreiche entsprechend ausgerichtete Unternehmen und Einrichtungen, mit denen die IGS Bonn-Beuel ein Kooperationen eingegangen hat, unterstützen unsere Schule in diesem Sinne und bieten unseren Schüler*innen vielfältige Erfahrungen und unterstützen sie bei der Suche des für sie passenden Berufes.

14. Umwelterziehung

Im Umweltbereich legt die Schule großen Wert auf ihr „Öko-Audit“, dazu gehören u.a. die ökologisch orientierte Gestaltung des Schulgeländes mit Schulgarten samt Tieren und mehreren Biotopen, die Kontrolle des Energieverbrauchs, das Betreiben eines Solarkraftwerk, die Teilnahme an zahlreichen Klimaprojekten und eine Schülerfirma zur Produktion von „Bio-Kresse“. Im Jahr 2017 war die IGS Bonn-Beuel Partnerschule und Austragungsort des Jugendgipfels der Weltklimakonferenz, etliche Schüler*innen waren als Teilnehmer*innen aktiv.

15. Gute gesunde Schule

Gesundheit hat an der IGS Bonn-Beuel einen besonders hohen Stellenwert. Aufbauend auf dem in der Jahrgangsstufe 5 erteilten Unterrichtsfach „Gesundheitserziehung“ schließen sich zahlreiche Projekte und Unterrichtsvorhaben an. Schwerpunkte sind hier die Suchtprävention, der fitnessorientierte Sportunterricht, die Erste-Hilfe-Ausbildung für alle Schüler*innen sowie die Verkehrserziehung. Im Gesundheitszirkel koordiniert ein Arbeitskreis besondere Vorhaben zur Lehrergesundheit. In der Teilkonferenz „Mensa“ arbeiten Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte mit Mensapächter und Schulträger zusammen, um eine ausgewogene und gesunde Ernährung sicherzustellen.

16. Bewegte Schule

Die Schule wurde mehrfach ausgezeichnet als „Gute gesunde Schule“ und als „Bewegte Schule“. Sowohl im Unterricht als auch in den Pausen wird Raum für Bewegung geschaffen. Im sehr weitläufigen Schulgelände stehen neben den immer zugänglichen Sportanlagen etliche Fitness- und Spielgeräte zur Verfügung. Besonders in der Arbeitsgemeinschaft Rollstuhlbasketball wird das gemeinsame Spielen aller Schüler*innen gefördert. Als Sporthelfer ausgebildete Schüler*innen unterstützen Lehrkräfte im Unterricht oder leiten in den Pausen Schüler*innen bei Bewegungsangeboten an.

17. Kultur-Arbeit

Die Kulturelle Bildungsarbeit ist seit vielen Jahren im Schulalltag der IGS Bonn-Beuel fester gelebter Bestandteil in den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bildungsangeboten für die Schüler*innen aller Jahrgangsstufen.
Musik und Kunst stehen als Primärfächer und -kurse der Kulturellen Bildung im wöchentlichen Stundenplan der Sekundarstufe I und II und leisten einen wichtigen Beitrag zum ganzheitlichen Bildungsauftrag an dieser Gesamtschule. Die künstlerische Bildungsarbeit an der IGS umfasst jedoch weit mehr als die ausschließliche Verankerung in den Primärfächern. Im Fach Deutsch, in den Fremdsprachen und im Sportunterricht spielen die Vermittlung von Literatur, Darstellendem Spiel bzw. Tanz eine wichtige Rolle.
Zusätzlich hat die Kulturarbeit einen festen Bestandteil in den AGs des Ganztagsangebots der IGS, der Teilnahme an Wettbewerben (Go Respect NRW!) Schülerinitiativen (Generation Z, IGS Kulturscouts), Pausenaktivitäten (Pausenkultur), in den Projektwochen zum Schuljahresende, bei der Gestaltung von Schulfesten und sie spiegelt sich in der vielfältigen künstlerischen Gestaltung des gesamten Schulgebäudes wider.
Die bereits im Schulprogramm fest verankerten und jährlich stattfindenden Glanzlichter der IGS, wie das „Jugendfilmfestival der IGS“ für Schüler*innen unterschiedlicher Schulformen, der Theateraufführung des Literaturkurses Q1, der Mitausrichtung des regionalen „Käpt´n Book Lesefestivals“ in der Schulbibliothek der IGS, der Mitgestaltung des Kunstfestivals „Junge Kunst - Neue Wege“ im Rheinland, der jährlich stattfindenden Kunstausstellung im Foyer des Schulgebäudes und des von Schüler*innen beliebten Gesangswettbewerbs zeigen eindrücklich die Gewichtung des kulturellen Lebens an der Schule.
Um die Entwicklung der Kulturarbeit an der IGS systematisch weiterzuentwickeln und zu stärken hat sich die IGS seit 2017, unterstützt vom Schulministerium NRW und dem bkj (Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung), gemeinsam mit dem Theater Bonn in einer zweijährigen Kooperationswerkstatt auf den Weg gemacht.
Unter dem Motto „GANZ.ANDERS.STARK.WIRKEN. Theater Bonn und IGS Bonn-Beuel“ werden die strukturellen Steuerungsebenen im Schulsystem für die Kulturelle Bildungsarbeit untersucht und weiterentwickelt. Erste sichtbare Ergebnisse in dieser Kooperation sind das „Zertifikat besonderer künstlerischer Leistungen“ für die Schüler*innen und der „IGS Kulturkalender“.

18. Medienerziehung

Die Gesamtschule Bonn-Beuel befindet sich zurzeit in einer Phase des medientechnischen Umbruchs, mit besonderem Blick auf die mediale Lebenswelt der Schüler*innen und das Lehren und Lernen mit Unterstützung der neuen Medien. Dieser gemeinschaftliche Entwicklungsprozess wird unter Einbezug der Schüler*innen und deren Eltern, der unterrichtenden Lehrer*innen, der Fachschaften, der Schulleitung und des Schulträgers geplant und optimiert. Hierbei sind die anstehende Anbindung an das Glasfasernetz und die flächendeckende WLAN-Versorgung in der ganzen Schule von zentraler Bedeutung. Bereits jetzt sind zahlreiche Klassenräume mit Beamern, interaktiven Tafeln oder Großbildfernsehern ausgestattet, die sowohl den Zugriff auf das Internet als auch die Nutzung unterschiedlicher Lehr- und Lernprogramme ermöglichen. Drei Computerräume, iPad-Koffer, ausleihbare Beamer und Laptops stehen den Lerngruppen zusätzlich zur Verfügung. Der Umgang mit den digitalen Medien ist in einem Mediencurriculum als Teil des Medienkonzeptes dokumentiert, das im Zuge des o.a. medientechnischen Ausbaus fortgeschrieben wird.Die IGS Bonn-Beuel ist Mitglied im Netzwerk Medienscoutschulen NRW und selbst Medienscoutschule. Medienscouts sind Schüler*innen, die zum Thema Medien besonders geschult werden. Als Medienexperten beraten und schulen sie Klassen und einzelne Schüler*innen zu Themen wie Umgang mit Cybermobbing, sicherer Internetnutzung und Gefahren im Internet. Im gesamten 9. Jahrgang arbeiten die ausgebildeten Medienscouts in Kleingruppen zu den Themen Cybermobbing, Datenschutz und Mediensucht der Schüler*innen. Darüber hinaus führen die Medienscouts vor allem im 5. und 6. Jahrgang Informationsstunden zum Thema Cybermobbing sowie zu den Bildrechten durch.

19. Fahrten und Austauschprogramme

Wichtiger Bestandteil des Schulprogramms sind Klassen- und Kursfahrten. Abhängig von der finanziellen Ausstattung des dafür bereitgestellten Budgets der Landesregierung werden Fahrten in unterschiedlichen Rhythmen durchgeführt:

20. Berufsorientierung

Die IGS Bonn-Beuel arbeitet mit ihren Jugendlichen so, dass niemand die Schule ohne Anschluss verlässt. Dazu gehört ein breit gefächertes Angebot der individuellen Information und Beratung in allen Jahrgängen. So lernen die Schüler*innen, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre berufliche Zukunft fällen zu können. Dies beinhaltet, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen sowie die eigenen Potenziale zu erkennen und auf Basis der erlernten Schlüsselkompetenzen für die persönliche Planung umzusetzen. Bausteine dazu sind z.B.

Jahrgang Inhalt
5 Soziales Lernen
6 Projektwoche und Arbeitsgemeinschaften
7 Projektwoche und Arbeitsgemeinschaften
8 Berufswahlpass, Potenzialanalyse, Berufserkundung
9 Betriebspraktikum, Bewerbungstraining, Einzelberatung, Berufswahlmesse für Jugendliche mit Behinderungen
10 Einzelberatung, berufskundliche Fächer, Praktika
Gymnasiale Oberstufe Praktika, Schülerstudienprogramme, Schnuppertage der Universitäten

Die Verbindung von allgemeiner und beruflicher Bildung wird durch praktisches Lernen in verschiedenen Lernfeldern (Arbeitslehre, fächerübergreifende Projekte), Betriebserkundungen (8.Jg.), Kompetenzcheck (8. Jg.), Betriebspraktika in den Jahrgangsstufen 9 und 11 sowie durch Bewerbungstrainings in der Schule verfolgt. Die Schule arbeitet im Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ mit.
Auch die drei Schülerfirmen IG Kress, CaterIGS und EventIGS tragen dazu bei, Neigungen und Fähigkeiten zu entwickeln und in betrieblichem Kontext auszuprobieren.

21. Langzeitpraktika

Schüler*innen der Klasse 9 (im 10. Schulbesuchsjahr) und 10 können ein freiwilliges Langzeitpraktikum (LZP) absolvieren. Nach einem zwei- bis dreiwöchigen Praktikum wird dieses an ein bis zwei Tagen in der Woche fortgeführt.
Ziel ist es, Schüler*innen vertiefte praktische Erfahrungen zu ermöglichen, die zu einer begründeten Berufswahlentscheidung führen sollen. Denkbar ist eine anschließende Ausbildung im Betrieb, der Übergang in die 10. Klasse oder eine Berufsvorbereitung, z.B. im Berufskolleg.
Das Praktikum wird pädagogisch begleitet. Abhängig von den individuellen Voraussetzungen der Schüler*innen kann die notwendige Unterstützung sowohl im bestehenden, vertrauten Klassenverband als auch (bei Bedarf) in einer eigens einzurichtenden Praktikumsgruppe erfolgen. Die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Schule, der Bundesagentur für Arbeit und externer Träger können von den Schüler*innen sowie ihren Eltern auch im LZP genutzt werden.
Schüler*innen im LZP können je nach Voraussetzungen folgende Schulabschlüsse erwerben:

a.) den Hauptschulabschluss nach Klasse 9
b.) den Hauptschulabschluss nach Klasse 10
c.) den Förderschulabschluss (Bildungsgang Lernen)

22. Junge Menschen in Europa

- Lernen für „Eine Welt“
Das gegenseitige Kennenlernen junger Menschen weltweit geschieht im Zusammenhang mit Schulpartnerschaften in Budapest (H), Shanghai und Fuzhou (CN), Combs la ville (F), Guadeloupe, Karibik (F) und Warschau (PL). Regelmäßiger Schüleraustausch, gemeinsame Arbeit im Rahmen von EU-Projekten, internationale Kongresse und Betriebspraktika im Ausland gehören zu dieser Arbeit. Patenschaften für eine Schule in Burkina Faso, im Favela Contorno (Petropolis/Brasilien) und andere Unterstützungsprojekte in Asien und Afrika ergänzen diese Form der Bildungsarbeit.

23. Jugend debattiert

Die IGS Bonn Beuel nimmt jährlich am Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ teil. Die Idee dieses Projektes ist, dass Demokratie kritische Bürger*innen braucht, die Positionen hinterfragen, die in aktuellen gesellschaftlichen und politischen Prozessen geäußert werden. Gleichzeitig wird großen Wert darauf gelegt, die Meinung der anderen zu respektieren und wertschätzend mit dem Gegenüber umzugehen. Die Debatte als eine Sonderform des Diskutierens stärkt zudem die kommunikativen Fähigkeiten der Schüler*innen, fördert kritische Urteilsbildung und trägt dazu bei, mehr Sicherheit im Auftreten zu gewinnen.
Zur Umsetzung wird „Jugend debattiert“ im Deutschunterricht aller neunten Klassen praxisorientiert unterrichtet. Die Schüler*innen werden dabei angeleitet, sich zu von ihnen selbst gewählten kontroversen Themen sachkundig zu machen, ihre Argumentation überzeugend aufzubauen, und durch gezielte, meist spielerische Übungen, diese in einer Debatte zu vertreten. Dabei lernen sie gleichzeitig eine Gesprächskultur, bei der sie aufeinander eingehen und fair miteinander umgehen. Weitere Übungen stärken ihre rhetorischen Fähigkeiten und schulen sie in einem selbstbewussten Auftreten.
Am Ende der Unterrichtseinheit werden aus den geführten Debatten heraus Klassensieger ermittelt, die auf Schulebene gegeneinander antreten. Die Schulsieger wiederum treten im so genannten Regionalverbundsfinale des Regionalverbundes Köln V, dem ca. 11 Schulen angehören, gegen Schüler*innen anderer Schulen und Schulformen an. Die erfolgreichsten unter ihnen können so bis ins Bundesfinale, das traditionellerweise in Berlin stattfindet, gelangen.