Jan de Zanger: Die Leute gucken immer so


Rezension von Paul Rittel, Februar 2003 (10 Jahre)

Buchtitel Remco ist ein 14jähriger Junge. Seine Eltern sind geschieden. Sein Vater hat eine neue Freundin, Irene. Er fährt mit seinem Vater in ihr abgeschiedenes Haus. Dort lernt er Irene kennen. Remco findet sie sehr nett. Sie schenkt ihm ein ferngesteuertes Boot. Als er eines Tages mit dem Boot auf dem See vor Irenes Haus herumfährt, verschwindet das Boot einen kurzen Moment und kommt mit einem Zettel beladen wieder. Auf dem Zettel steht eine Zeit und ein Treffpunkt. In der Nacht lernt Remco am Treffpunkt den Jungen Peter Pama, genannt Pepe, kennen. Der erzählt ihm, dass Irene eine Verbrecherin sei und jemanden entführt habe, doch Remco kann das nicht glauben. Jetzt versuchen Remco und Pepe herauszufinden, ob das stimmt.

Das Buch ist ein sehr spannender Krimi. Es ist vorgesehen für Kinder ab 11. Es geht um Freundschaft und Liebe, aber auch um Banditen, die ja eher für Hass als für Liebe stehen. Die Art und Weise, wie es geschrieben ist, ist auch viel besser als zum Beispiel bei "Die drei Fragezeichen", "TKKG" oder ähnlichem. Das Muster von diesen Serien-Krimis ist eigentlich immer gleich. Die Geschichten wirken auch sehr unecht. Diese Geschichte ist aber so geschrieben, dass man sich gut hineinversetzen kann. Sie wirkt sehr echt. Erstmals erschienen ist das Buch 1989.

Da Jan de Zanger leider in Deutschland sehr unbekannt ist, ist es ist sehr schwer, etwas über ihn zu herauszufinden. Im Internet gab es nur einen Text auf Holländisch über ihn.
Jan de Zanger ist am 4.7.1932 in Holland geboren. Nach dem II.Weltkrieg schickten ihn seine Eltern nach Dänemark. Er machte dann in Holland Abitur. Danach ging er wieder nach Skandinavien. Nachdem er dort verschiedene Jobs gemacht hatte, ging er wieder nach Holland, wo er studierte. Von 1957-1977 war er Lehrer. In den 60iger Jahren übersetzte er dänische, schwedische und deutsche Geschichten ins Niederländische. Später schrieb er selber Geschichten. 1967 erschien seine erste Gedichtsammlung, 14 Jahre später sein erstes Kinderbuch mit dem Titel "Ben ist tot". Seit 1977 arbeitete er bei einer Organisation für Lese- und Literaturunterricht. Er starb am 14.1. 1991 in Dänemark bei einem Besuch.

Weitere lieferbare Bücher von Jan de Zanger:
Anders als in seinen Träumen
Dann eben mit Gewalt
Die Glasmurmel
Warum haben wir nichts gesagt


Ein Internet-Projekt der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel


Stand: 2003-03-16
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