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Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz


Rezension von Anna Trautwein (18 Jahre)

Buchtitel Zwei Menschen treffen aufeinander: ein kleiner Prinz, der allein auf einem winzigen Planeten lebte, Sonnenuntergänge liebt und keine Frage vergißt, wenn er sie einmal gestellt hat - und der Erzähler, der sich nie zu den "großen Leuten" zugehörig gefühlt hat und längst aufgegeben hat, sie zu durchschauen.

Bei dieser Begegnung findet der kleine Prinz zum erstenmal befriedigende Antworten auf seine so naiv scheinenden Fragen, fühlt sich der Erzähler bei seinem Bemühen, unter die Oberfläche zu dringen, verstanden, obwohl oder gerade weil ihre Gespräche nicht immer konfliktfrei verlaufen.

Meine Meinung

Ein philosophisches Buch, ein gesellschaftskritisches Buch, ein Buch über Einsamkeit - aber vor allem ein Kinderbuch.

Ein Kinderbuch nicht nur, weil es kindgemäß Menschenthemen aufgreift, sondern auch, weil es die Welt aus Kinderaugen beschreibt und so auf radikale Weise dem Leser das phantasielose und materialistisch orientierte Leben der Erwachsenen vorhält.

Der kleine Prinz und der Erzähler sind Charaktere, die man selten findet, die die sich nicht hinterfragende Gesellschaft ins Wanken geraten lassen, ohne dabei belehrend oder überheblich zu wirken.

Ein gutes Buch, ein notwendiges Buch - ein Kinderbuch.

© Originalausgabe: "Le Petit Prince", Librairie Gallimard, Paris, 1946
© deutsche Ausgabe: Karl Rauch Verlag KG, Düsseldorf, 1956 (und Neuauflagen)


Ein Internet-Projekt der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel


Stand: 13.03.1998
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