Bundesfinale Rollibasketball

Rollstuhlbasketballer Vierte beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“

Nach starken Vorrundenleistungen mit Siegen im Bezirks- und NRW-Landesfinale hat die Rollstuhlbasketballmannschaft der LVR Frida-Kahlo-Schule Sankt Augustin/IGS Bonn-Beuel vom 06.05 – 10.05. am „Jugend trainiert für Paralympics“-Bundesfinale in Berlin teilgenommen.
Bei insgesamt elf teilnehmenden Mannschaften galt es hier zunächst, sich in einer Gruppenphase gegen die Vertreter aus Hamburg, Bayern, Hessen und Sachsen durchzusetzen.
Am ersten Spieltag stand nach einer längeren Trainingseinheit lediglich das Spiel gegen Hamburg auf dem Programm. Nach einem nervösen Beginn bekam unser Team hierbei im weiteren Verlauf den Gegner immer besser in den Griff und konnte die Partie letztlich souverän mit 10:2 für sich entscheiden.
Der zweite Spieltag versprach dann mit maximal fünf Partien ein deutlich anstrengenderes Programm. Auftaktgegner waren die bayerischen Vertreter aus Regensburg, die in einem offensiv geführten Spiel mit 17:10 geschlagen werden konnten.
Im Anschluss wurde mit den aggressiv verteidigenden Chemnitzern der schwerste Vorrundengegner erwartet. Entsprechend schwierig gestalteten sich auch hier die ersten Spielminuten gegen das harte Pressing des Gegners. Angetrieben vom starken Mannschaftskapitän Marcel Gerber gelang es dem Team aber dagegenzuhalten und die intensiv geführte Partie letztlich mit 12:8 für sich zu entscheiden.
Dementsprechend müde gingen unsere Rollstuhlbasketballer in das letzte Vorrundenspiel gegen das Team aus Hessen, konnten sich hier aber mit 8:5 durchsetzen und somit als Gruppensieger in das Viertelfinale einziehen. Gegner hier war dann am Nachmittag die Freie Gesamtschule Jena. Obwohl ab jetzt im KO-System gespielt wurde, zeigte sich unsere Mannschaft sehr souverän und hatte den Gegner trotz des knapp erscheinenden Ergebnisses von 10:7 jederzeit sicher im Griff.
Somit kam es dann im Halbfinale zum Aufeinandertreffen mit der augenscheinlich stärksten Mannschaft des Turniers, der Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd.
Durch eine starke Defensivleistung gelang es unseren Spielern aber von Beginn an, das schnelle Angriffsspiel der Württemberger zu unterbinden und den Spielverlauf lange Zeit offen zu gestalten. Letztlich erwies sich der Gegner aber mit seinen sieben fast gleichwertig starken Spielern als überlegen, so dass das Spiel mit 8:12 verloren ging.
Damit stand fest, dass unsere Mannschaft am kommenden Tag am Spiel um Platz Drei teilnehmenden konnte, was als besonderes Ereignis mit dem Endspiel vor der großen Abschlussveranstaltung von „Jugend trainiert für Olympia/Paralympics“ in der Max-Schmeling-Halle stattfinden sollte.
Gegner im Spiel um Platz Drei war wieder das Team der KME-Schule Chemnitz. Beeindruckt von der Atmosphäre der sich immer mehr mit Zuschauern füllenden Arena taten sich beide Teams äußerst schwer, Körbe zu erzielen. Trotz optischer Überlegenheit gelang es unserer Mannschaft leider nicht sich deutlicher abzusetzen, so dass sie zu Beginn der letzten Minute lediglich mit einem Punkt Vorsprung führte. 15 Sekunden vor Schluss gelangten die Chemnitzer dann in Ballbesitz und konnten einen Schnellangriff in Überzahl zur 5:4 Führung erfolgreich abschließen. Die verbleibenden fünf Sekunden reichten unserer Mannschaft leider nicht mehr zu einem letzten Korbversuch aus, so dass dieses Spiel äußerst knapp verloren wurde.
Entsprechend groß war natürlich die anschließende Enttäuschung, hatte sich die Mannschaft doch bis dahin mit beeindruckenden Leistungen durch das Turnier gekämpft. Doch schon während der weiteren Abschlussveranstaltung wurde allen Beteiligten klar, dass sie zurecht stolz auf die gezeigten Leistungen sein konnten und in den fünf Tagen Erfahrungen und Eindrücke gesammelt hatten, die wohl keiner so schnell vergessen wird.

Für das Team „LVR Frida-Kahlo-Schule Sankt Augustin/IGS Bonn-Beuel“ kamen beim Bundesfinale in Berlin zum Einsatz:
Angelique Bonjean, Pia Dahlhausen, Marcel Gerber, Marius Immink, Jonathan Koch, Thomas Reier und Abu Sallami

Durch starke Leistungen im Bezirksturnier maßgeblich am Finaleinzug mitbeteiligt waren außerdem:
Michelle Bilke, Franz Kaiser und Liza Richter

Betreut wurde das Team von Ute Herzog (Frida-Kahlo-Schule) und Thomas Mauermann

Unser besonderer Dank geht an die zahlreichen Eltern, die uns während des Turniers tatkräftig unterstützt haben und an unsere Kollegin Tamara Kablitz, die privat ebenfalls zur Unterstützung nach Berlin gekommen war.