Schule ohne Rassimus

Gedenkveranstaltung im Jungen Theater

anlässlich der Pogromnacht 9./10. November 1938

Die Zusammenarbeit mit der „Beueler Initiative gegen Fremdenhass“ hat für die IGS bereits Tradition.
Auch in diesem Jahr erinnerten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen im Jungen Theater an die Ereignisse, die sich am 10. November 1938 in Beuel zutrugen.
Das Niederbrennen der Beueler Synagoge in der damaligen Wilhelmstraße am helllichten Tag, die Verwüstung der Metzgerei gegenüber dem heutigen Bahnhöfchen sowie zweier Modegeschäfte von jüdischen Beuelern in Bonn, die Inhaftierung und Demütigung von jüdischen Männern, unter ihnen der beliebte Arzt Dr. Weis sind Stationen des Novemberpogroms in Beuel.

Es wurden Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven vorgetragen – der ehemalige Kriminalbeamte Peter Eich, die junge Modeverkäuferin Else Waldmann und das Mädchen Gertrud Ockenfels, eine Patientin von Dr. Weis, beschrieben die Zerstörungen und Demütigungen. Fotos von Stolpersteinen erinnerten daran, dass nur wenige jüdische Menschen aus Beuel die Chance hatten, zwischen dem Novemberpogrom und dem Kriegsbeginn im September 1939 aus Deutschland zu fliehen. Dann begann die Phase der systematischen Vernichtung aller jüdischen Menschen.

Vielen Zuschauern ging es unter die Haut, als elf Kerzen ausgelöscht wurden - symbolisch für die elf jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Beuel, die von den Nazis ermordet wurden.

„Schule ohne Rassismus“ – was ist das?

Seit dem Jahr 2002 sind wir Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus“.
Das heißt, wir werden aktiv, damit niemand wegen der Hautfarbe, der Muttersprache oder Religion beleidigt, herabgesetzt oder ausgegrenzt wird. Auch Diskriminierung wegen einer Behinderung, wegen der sexuellen Orientierung oder der sozialen Herkunft soll es bei uns nicht geben. Verallgemeinerungen, Schimpfworte, Witze über diejenigen, die irgendwie anders sind – manches ist vielleicht „nicht so gemeint“ und trotzdem verletzend.
„Schule ohne Rassismus“ zu sein, ist kein Zustand, den wir schon erreicht haben, sondern etwas, worauf wir hinarbeiten – zum Beispiel beim Sozialen Lernen, an Aktionstagen, beim gemeinsamen Lernen und Feiern!Wir wünschen uns eine bunte, vielfältige Schule: Mer stonn zesamme – alle anders, alle gleich – jeder Jeck ist anders - In Gemeinschaft Stark